Energiepass: Dokumentiert die energetische Qualität von Gebäuden

Energiepass

Die Begriffe Energiepass und Energieausweis haben die gleiche Bedeutung, der Energieausweis hat als öffentlicher Zertifikatname zwar den Energiepass abgelöst, dieser wird aber im Sprachgebrauch nach wie vor verwendet. Der Energiepass ist ein vierseitiges Dokument, welches die energetische Qualität von Gebäuden bewertet. Mit der aktuellen Energie-Einspar-Verordnung muss jeder Mieter, Pächter und Käufer von Gebäuden oder Wohnungen vor Vertragsabschluss die Möglichkeit bekommen, dieses Dokument einzusehen. Je nach Gebäudeart und Nutzungsart wird ein unterschiedlicher Energiepass erforderlich. Man unterscheidet dabei den bedarfsbasierten Energiepass vom verbrauchsbasierten Pass.

Der verbrauchsbasierte Energiepass

Im verbrauchsbasierten Energieausweis wird die Energiekennzahl des Gebäudes über den tatsächlich gemessenen Verbrauch ermittelt. Dazu wird der Energieverbrauch von mindestens drei aufeinander folgenden Abrechnungszeiträumen zugrunde gelegt. Über eine Witterungsbereinigung wird der Verbrauchswert flächenbezogen als Energiekennzahl ausgewiesen. Das Ergebnis wird also auch vom Verhalten der Bewohner beeinflusst. Die Beschaffung der Verbrauchsdaten ist bei kleineren Gebäuden und zentral versorgten Mehrfamilienhäusern in der Regel kein Problem.

Der bedarfsbasierte Energiepass

Für den bedarfsbasierte Energieausweis begutachtet ein hierfür qualifizierter Energieberater das Gebäude vor Ort. Anhand der für den Energiebedarf des Gebäudes relevanten Qualität der Bausubstanz und der Heiztechnik wird der Energiebedarf berechnet und als flächenbezogene Energiekennzahl ausgewiesen. Im Unterschied zum verbrauchsbasierten Energiepass wird hier von einem genormten durchschnittlichen Nutzerverhalten ausgegangen. Der bedarfsbasierte Energieausweis gilt deshalb auch als die objektivere Bewertungsmethode für Gebäude.

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